Terroir

Terroir: Boden, den man schmecken kann

Das Weingut Dr. Wehrheim gehört zu den so genannten „Terroiristen“. Karl-Heinz Wehrheim begann 1999 Weine „terroirrein“ auszubauen und gehörte damit deutschlandweit zu den ersten Winzern, die sich dieser Aufgabe stellten.

Der Begriff „Terroir“ steht für sämtliche Einflussfaktoren, die die Reben und ihre Trauben beeinflussen. Es ist dieses einmalige Zusammenspiel aus Klima, Boden, Landschaft und vieler anderer Parameter, wie Tag-Nacht-Rhythmus, Hangneigung oder Bodendurchlässigkeit, die den Fingerabdruck jedes Weinbergs symbolisieren. Karl-Heinz Wehrheim und sein Sohn Franz haben es sich zur Aufgabe gemacht diesen Fingerabdruck durch den Ausbau ihrer Weine möglichst präzise im Geschmack erlebbar zu machen, denn auch die Hand des Winzers gehört zum „Terroir“ einer Lage.

Das Weingut pflanzt in seinen Einzellagen Reben auf Buntsandsteinverwitterungsboden, Muschelkalk, Rotliegendem und Keuper-Boden. Diese besonderen geologischen Formationen wurden als Folge der Bildung des Oberrheingrabens vor rund 50 Millionen Jahren an die Oberfläche gepresst.

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Muschelkalk

  • Boden: Steiniger, lehmiger
  • Geologisches Zeitalter: Erdmittelalter
  • Formation: Trias
  • Abteilung:  Muschelkalk
  • Alter: 235 Mio. Jahre
  • Anbau: Weißer Burgunder, Spätburgunder

In der Lage „Mandelberg“ gedeihen die Reben auf einem Boden aus der geologischen Formation des Muschelkalks, die etwa 200 Millionen Jahre zurück liegt. Dieser schwerere Boden besteht aus steinigem Lehm bis hin zum Ton und ist mit Kalksteinen durchsetzt. Diese Steine birgen zwei enorme Vorteile für den Weinanbau: Zum einen speichern sie die Tageswärme, um sie in der Nacht an die Reben abzugeben, zum anderen sind sie für den hohen freien Kalkgehalt des Bodens verantwortlich. Dieser Kalkanteil – ähnlich wie er auch im Burgund oder der Champagne vorkommt – bildet eine ideale Voraussetzung für den Anbau der weißen Burgundersorten. Letztlich führt das große Wasserspeichervermögen dieses schweren Bodens zu einem ausgeglichenen Wasserhaushalt über das ganze Jahr und gewährleistet eine optimale Versorgung der Weinstöcke.

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Buntsandstein

  • Boden: Buntsandstein
  • geolog. Zeitalter: Mesozoikum
  • Formation: Trias
  • AbteilungBuntsandstein
  • Alter*: ca. 240 Mio. Jahre
  • Anbau: Riesling, Weißer Burgunder, Spätburgunder

Der Buntsandstein ist die im Pfälzerwald vorherrschende geologische Formation. Seine gelbe bis tiefrote Färbung, welche er aufgrund seines Eisenoxydgehalts erhält, findet sich in vielen Pfälzer Bauwerken wieder.

Im Weinbau finden sich die Bundsandsteinlagen meistens am Haardtrand, wo der Pfälzerwald in die Rheinebene ausläuft. Gleiches gilt auch für die Lage „Kastanienbusch“, die am Hang des Hohenbergs liegt und auch über einen großen Anteil Buntsandsteinverwitterungsböden verfügt. Hier baut das Weingut Dr. Wehrheim vornehmlich Riesling und Burgunder an. In Weinen betont der Buntsandsteinboden vor allem gelbe Fruchtaromen.

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Rotliegendes

  • Boden: Roter Schiefer
  • geolog. Zeitalter: Paläozoikum
  • Formation: Perm
  • AbteilungRotliegendes
  • Alter*: ca. 280 Mio. Jahre
  • Anbau: Riesling, Sauvignon Blanc

Kennzeichnend für das Rotliegende sind die rötlichen Farben der Gesteine, von denen auch die Namensgebung herrührt. Das Klima war wüstenähnlich trocken und heiß. Die Eisensalze des Bodens wurden oxydiert, so dass rote und braune Verbindungen entstanden. Mächtige Folgen meist rot gefärbter Konglomerate, Sandsteine, Schiefertone und –letten wurden gebildet. Der Schieferanteil prägt die Rieslinge die darauf wachsend ungemein. Der Boden ist sehr karg und die Pflanze hat somit schwere Wachstumsbedingungen. Der Riesling bildet auf diesem Boden sehr kleine Beeren und ein weit verzweigtes Wurzelwerk. Aus diesem Grund sind die Wein ausgesprochen aromatisch und mineralisch.

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Keuper

  • Boden: Steiniger, lehmiger
  • Geologisches Zeitalter: Erdmittelalter
  • Formation: Trias
  • Abteilung:  Keuper
  • Alter: 200 Mio. Jahre
  • Anbau: Weißer Burgunder, Chardonnay, Grauer Burgunder

Hier handelt es sich wohl um den Übergang vom Buntsandstein zum Keuper. Im Keuper wiederholen sich die Ablagerungsbedingungen des oberen Buntsandsteins – das Meer pendelt hin und her. Der Oberboden besteht aus einem recht schweren, sandigen Lehm mit guter Wasseraufnahmefähigkeit. Unter dem sog. Rigolhorizont, darunter versteht man die obere Bodenschicht, die bearbeitet wird, befinden sich Ausläufer des Buntsandsteins. Der Boden versorgt die Pflanze optimal mit Nährstoffen und sorgt für einen guten Wasserhaushalt. Ideal für alle Sorten die auf Unterversorgung empfindlich reagieren

Sie können nun jederzeit zum Bestellformular wechseln und finden dort Ihre vorgemerkten Weine bereits eingetragen.

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